CBD und Neben- sowie Wechselwirkungen

  • von Carsten Graz

CBD Neben- und Wechselwirkungen

Ist CBD unbedenklich, welchen Einfluss hat es auf uns?

Welche Nebenwirkungen können beim Konsum von CBD auftreten?

Wann sollte man mit einem Arzt Rücksprache halten?

Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bei der Einnahme von CBD? 


CBD steht für Cannabidiol und ist ein natürliches Molekül, welches aus der Cannabispflanze (Cannabis sativa L.), auch einfach Hanf genannt, extrahiert wird. CBD erfreut sich in den letzten Jahren einer immer größer werdenden Beliebtheit sowohl in Deutschland als auch fast schon in der ganzen Welt. Diesem extrahierten Naturstoff werden alle möglichen Eigenschaften, angefangen von Schmerzlinderung, Entzündungshemmung bis zur Ein- und Durchschlafhilfe zugeschrieben.


Von Erstanwendern ist häufig zu hören, dass CBD viele Nebenwirkungen hat. 

Kann es zu Wechselwirkungen von CBD mit anderen Medikamenten kommen? 

Wie ist es mit der Einnahme von CBD während der Schwangerschaft?


Oft wird vermutet, dass natürliche Produkte nur bedingt oder mit viel Glauben hoch wirksam wären, was automatisch auch nebenwirkungsfrei bedeutet. Das ist jedoch ein großer Irrtum, denn nur weil etwas natürlich gewonnen wird, heißt das weniger, dass es ohne Neben- oder Wechselwirkung ist. Darum gilt es wie bei allen Produkten beim CBD Konsum auf verschiedene Dinge zu achten.

Ein wichtiger Punkt zuerst: CBD kann weder berauschend wirken, als auch abhängig machen.
Bei dem Gebrauch von CBD bleibt Ihr Bewusstsein unbetroffen. Ein High -Zustand fällt somit komplett weg. CBD kann von Menschen und Tieren eingenommen werden. CBD macht weder körperlich noch mental abhängig.

Aufgrund dieser Erkenntnisse hat selbst die Weltgesundheitsorganisation (WHO) CBD ganz offiziell als “unbedenklich” kategorisiert.


Dennoch können bei der Einnahme von CBD natürlich auch unerwünschte Nebenwirkungen auftreten. Bisher gibt es allerdings erst wenige Langzeitstudien bezüglich der Neben- und Wechselwirkungen von CBD. Daher ist die Liste der bisher erforschten Nebenwirkungen im Vergleich zu anderen Medikamenten kurz.

WELCHE NEBENWIRKUNGEN KÖNNEN BEI CBD AUFTRETEN?


Müdigkeit/ Schläfrigkeit

CBD wird oft gegen Schlaflosigkeit eingesetzt. Allerdings ist die schlafunterstützende Wirkung von CBD noch unzureichend erforscht und während circa zwei Drittel der Anwender von tollen Erfolgen bei der Behandlung Ihrer Schlafprobleme mit CBD berichten, sagen die anderen 33%, es hat bei Ihnen weniger gewirkt. Momentane Studien versuchen gerade herauszufinden, warum dies so ist. Solange die Studien dazu noch ergebnislos verlaufen, muss jeder selbst für sich herausfinden, ob es den Versuch wert ist, CBD gegen seine Schlafprobleme einzusetzen.

Absurd aber wahr! CBD kann auf der einen Seite Müdigkeit verursachen, jedoch auch das genaue Gegenteil bewirken. Auch wenn letzteres sehr selten ist, kann es bei einigen Menschen Schlaflosigkeit und innere Unruhe hervorrufen.

Senkung des Blutdrucks

Studien zufolge kann CBD blutdrucksenkend wirken, diese Nebenwirkung vergeht jedoch in der Regel bereits nach nur einigen Minuten. Besonders vorsichtig sollte man sein, wenn Sie bereits blutdrucksenkende Medikamente einnehmen. Dann ist von der Einnahme ohne vorherige Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt dringend abzuraten.

Benommenheit- und Schwindel

Studien zufolge kann CBD wie erwähnt blutdrucksenkend wirken, was ein natürliches Schwindelgefühl auslösen kann. Diese Nebenwirkung kommt jedoch seltener vor und kann durch ausreichende Wasseraufnahme weitgehend vermieden werden. Wenn für Sie die Wirkung von CBD auf Ihren Körper noch unbekannt ist, dann bitten wir Sie, sich sehr vorsichtig und umsichtig „heranzutasten“.

Durchfall

Durchfall ist eine der am häufigsten berichteten Nebenwirkungen von CBD. Bisher ist aber unklar, woher diese Nebenwirkung rührt. Durchfall ist eigentlich eine normale Reaktion des Körpers, wenn ihm ein bisher unbekanntes Nahrungsmitte zugeführt wird. Unter Umständen kann dies auch dem verwendeten Träger-Öl zuzuschreiben sein. Durchfall tritt für gewöhnlich bei Menschen auf, die CBD kontinuierlich und in hohen Dosierungen konsumieren.

Allergische Reaktionen

Allergische Reaktionen auf CBD sind selten, können aber auftreten. Bekannt ist bisher, dass man durchaus auf Hanf allergisch reagieren kann. Dies äußert sich meist als Jucken der Haut, kann aber auch bis zu Schluckbeschwerden oder Kratzen im Hals führen. Spüren Sie einer dieser Reaktionen, bitten wir Sie, umgehend einen Arzt zu konsultieren. Wenn Sie wissen, dass Sie zu Allergien neigen, seien Sie vorsichtig mit CBD- bzw. Hanfprodukten generell.

Erhöhter Augeninnendruck

Studien an Mäusen legen den Verdacht nahe, dass CBD den Augeninnendruck erhöhen könnte. Allerdings bedarf es noch weiterer Studien, um dies abschließend zu bestätigen. Wenn Sie bereits an erhöhtem Augeninnendruck (Glaukom) leiden, bitten wir Sie Ihren Arzt zu konsultieren.

Wann sollte CBD gemieden, beziehungsweise mit dem Arzt Rücksprache gehalten werden?

Auch wenn CBD generell sehr sicher ist und die Nebenwirkungen überschaubar sind, gibt es noch sehr viele offenen Fragen, die durch Studien beantwortet und die Ergebnisse dieser einwandfrei belegt werden müssen.

Die folgenden Gruppen sollten daher auf den Gebrauch von CBD verzichten.

Schwangere und stillende Frauen

Noch gibt es sehr wenige Informationen dazu, ob CBD während der Schwangerschaft eingenommen werden kann. Deshalb raten wir Ihnen in diesen Fällen komplett davon ab, CBD zu konsumieren! Eine Studie aus dem Jahr 2010 hat hervorgebracht, dass synthetisch hergestelltes CBD sich negativ auf die Wehen - Bildung ausgewirkt hat. Eine kürzliche Studie aus dem Jahr 2019 zeigte auf, dass CBD und THC Probleme beim Wachstum des sich entwickelnden Embryos verursachen kann. Außerdem zeigen weitere Ergebnisse, dass CBD bestimmte Proteine beeinflusst, was wiederum die normale Entwicklung der Plazenta beeinträchtigen kann.

Menschen mit Leber-Erkrankungen

In weiteren Studien an Mäusen zeigten Forscher auf, dass es bei Mäusen, die sehr hohe Dosen von CBD erhalten haben, innerhalb eines Tages zu einem Leberschaden kam, der bei vielen Tieren tödlich endete. Auch wenn Experten erklärend darauf hinweisen, dass es bei Menschen weniger Sorgen hierum gibt, da kaum jemand solche hohen Dosen konsumiert, warnt der Beipackzettel des CBD-Präparates "Epidiolex", dass es bei langfristigem Konsum zu potenziellen Leberschäden kommen kann. Sollten Sie also eine geschädigte Leber haben oder Medikamente einnehmen, die Ihre Leberfunktion beeinflussen könnten, halten Sie bitte mit Ihrer behandelten Ärztin oder Ihrem Arzt Rücksprache.

Gibt es Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten bei der Einnahme von CBD?

Ja, bei der Einnahme von CBD kann es speziell bei den unten aufgeführten Medikamentenkategorien zu Wechselwirkungen kommen!

- Magenschonende Mittel wie Pantoprazol und Omneprazol.
- Alle Gerinnungshemmer wie Marcumar und Warfarin.
- Das Schmerzmittel Diclofenac.
- Die Neuroleptika Risperidon, Haloperidol und Clobazam.

BITTE NOCHMALS BEACHTEN! BEI EINNAHME DIESER MEDIKAMENTE MUSS VOR DEM KONSUM VON CBD MIT IHREM BEHANDELNDEN ARZT RÜCKSPRACHE GEHALTEN WERDEN!

CBD kann die Aktivität von verschiedenen Enzymen im Körper beeinflussen. Viele von denen spielen eine große Rolle bei der Metabolisierung verschiedener Medikamente. Das kann dazu führen, dass Medikamente andere Wirkweisen entwickeln als beabsichtigt.

MINDERE QUALITÄT

Grundsätzlich gilt CBD als sehr gut verträglich und Nebenwirkungen sind eher selten. Das Risiko erhöht sich allerdings, wenn Sie qualitativ minderwertige oder unsaubere Produkte konsumieren. Viele sich auf dem Markt befindliche Produkte sind mit Chemikalien belastet oder enthalten nicht die Mengen an CBD, wie auf der Verpackung versprochen. Nicht zuletzt besteht bei unseriösen Händlern die Gefahr, dass das Produkt zu viel THC als verbotenen Wirkstoff der Pflanze enthält.
Um unnötige Risiken zu vermeiden, sollten Sie darauf achten, dass Sie nur Produkte mit geprüfter Qualität anwenden.

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