Es juckt und beißt? CBD bei Schuppenflechte einsetzen?

  • von Carsten Graz

Cannabidiol (CBD) bei Schuppenflechte? BEI PSORIASIS KÖNNTE SIE CBD UNTERSTÜTZEN!

Schuppenflechte beziehungsweise Psoriasis ist eine schlimme Hautkrankheit. Für Menschen, die darunter leiden, macht sie das Leben zur Hölle. Sie kann in jedem Alter auftreten und überall am Körper erscheinen. Die seelische Belastung und Einschränkung der Lebensqualität ist bei der juckenden und hartnäckigen Schuppenflechte enorm. Zumal die Behandlungsmethoden oft wenig erfolgreich oder auch schlichtweg falsch sind.

 

DAS KRANKHEITSBILD PSORIASIS IM ÜBERBLICK

Die Psoriasis ist unheilbar. Sie kann einmal im Leben auftreten oder es kommt immer wieder zu neuen Schüben. Die chronische Krankheit wird vererbt. Sie ist aber nicht ansteckend. Wann und warum sie auftritt, ist bisher noch in vielen Fällen ungeklärt. Aber es gibt Faktoren, die den Ausbruch der Schuppenflechte begünstigen. 

 

Wer diese Hautkrankheit hat, leidet unter anderem unter:

 

  • Hautausschlag
  • Rötungen
  • Juckreiz
  • Schmerzen
  • Hautblutungen und Stechen

Die am häufigsten betroffenen Stellen sind die Kopfhaut, die Ellenbogen und Knie sowie die Hände, Fußsohlen und der Rücken. Männer und Frauen erkranken gleichermaßen. Sie ist die zweithäufigste Hautkrankheit nach Neurodermitis. Bei der Schuppenflechte sind die Abwehrreaktionen des Körpers falsch gepolt. Sprich, der Körper wird zur stetigen Produktion von Hautzellen angeregt. Es kommt zu einer Überproduktion. Ältere Hautzellen können sich deshalb weniger ablösen und verkleben miteinander. Das führt dann zu einer Hautverdickung und den rötlich-silbernen Schuppen und Flecken.

WO TRITT DIESE KRANKHEIT AM HÄUFIGSTEN AUF?

  • Ellbogen und andere Gelenke
  • Kopfhaut und die Ränder der Kopfhaut
  • An den Nägeln, in Form von öligem Ekzem oder gelb-braunen Flecken
  • Handflächen
  • Rücken

Von Psoriasis betroffene Menschen können auch an Psoriasis-Arthritis und Gelenkentzündungen leiden. Kleinere Gelenke von Händen und Füßen sind häufiger betroffen und etwa 30% der von Psoriasis Betroffenen entwickeln auch eine psoriatische Arthritis, die durch Schmerzen, Steifigkeit und Schwellungen der Gelenke gekennzeichnet ist.

 

POTENZIELLER NUTZEN VON CANNABIS BEI PSORIASIS

 

Die in CBD enthaltenen Cannabinoide werden auch selbst vom menschlichen Körper produziert. Diese chemischen Botenstoffe, die als Endocannabinoide bezeichnet werden, spielen eine entscheidende Rolle bei vielen Funktionen des Körpers, einschließlich:

  • Immunität
  • Entzündung
  • Appetit
  • Stimmung
  • Fruchtbarkeit
  • Augendruck

 

CBD-ÖL GEGEN SCHUPPENFLECHTE: DAS SIND DIE WIRKUNGEN

Patienten, die CBD Öl bei Schuppenflechte anwenden, haben positive Erfahrungen gemacht. Denn Cannabidiol produziert einen schützenden Film auf der Haut und lindert die Symptome der Psoriasis. 

 

Zudem hat die Substanz entzündungshemmende Eigenschaften und wirkt sich regulierend auf das Immunsystem aus. Das bedeutet, die Irritationen auf der Haut gehen zurück und unerwünschte Aktivitäten des Immunsystems werden gestoppt, so dass weniger neue Hautzellen vom Körper produziert werden. 

Mit der Substanz lässt sich die Psoriasis also lindern. Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass sich die Mastzell-Vermehrung stark vermindert, sodass der Histamin-Gehalt im Blut reduziert wird. Das ist essenziell. Nur so lässt sich die Linderung von Symptomen der Schuppenflechte in Gang bringen.

 

Die positiven Eigenschaften von Cannabidiol bei Psoriasis:

  • Substanz ist leicht absorbierbar
  • Keine Toxizität oder Überdosierungen bekannt
  • Es wirkt entzündungshemmend
  • Symptome werden gelindert
  • Es hat antioxidative Eigenschaften
  • Mastzellen und Histamin werden reduziert
  • Es schützt vor UV-Strahlen

Darüber hinaus kann CBD-Öl folgenden Wirkungen entfalten:

 

Verlangsamung des Zellwachstums: Bei Menschen mit Psoriasis vermehren sich die Hautzellen zu schnell. Cannabinoide können das Wachstum von Hautzellen verlangsamen und ihre Ansammlung auf der Hautoberfläche reduzieren.

Schmerzkontrolle: Cannabis kann helfen, Schmerzen zu lindern. Ein Artikel aus dem Jahr 2015 in JAMA stellte fest, dass es bedeutende wissenschaftliche Beweise dafür gibt, dass Cannabinoide Schmerzen lindern können.

Reduzierung des Juckreizes: Cannabinoide können den Juckreiz lindern, der bei bestimmten Hauterkrankungen, einschließlich Psoriasis, auftritt. Ein Bericht aus dem Jahr 2017, der die Relevanz von Cannabis in der Dermatologie untersuchte, stellte fest, dass eine Creme, die Palmitoylethanolamid (PEA) enthält, das Cannabinoid Typ-1-Rezeptoren beeinflusst, den Juckreiz bei Menschen mit Prurigo, Flechtensimplex und Pruritus zu reduzieren scheint.

Heilung von Wunden: Eines der schmerzhaftesten Symptome der Psoriasis ist das Aufbrechen und die anschließende Blutung der betroffenen Hautpartien. Eine Studie aus dem Jahr 2016 ergab, dass Cannabinoidrezeptoren eine Rolle bei der Wundheilung spielen. In Zukunft könnten Behandlungen mit Cannabinoiden helfen, offene Wunden zu heilen, die durch Psoriasis verursacht werden.

 

DIE ROLLE DES ENDOCANNABINOID-SYSTEMS BEI DER BEHANDLUNG VON SCHUPPENFLECHTE

Der zugrundeliegende Mechanismus der Psoriasis ist das Immunsystem. Wie die Forschung kürzlich herausgefunden hat, bindet das Endocannabinoid-System ständig an einige der Moleküle in unserem Immunsystem an und reguliert so eine Reihe von primären physiologischen Funktionen.

Biochemische Mechanismen lassen sich in vier verschiedene Aktionen einteilen: 

  • Zellapoptose,
  • Hemmung der Zellproliferation
  • Unterdrückung der Zytokinproduktion
  • Reduzierung der weißen Blutkörperchen

Zytokine sind die wichtigsten entzündlichen chemischen Signale, die von den Immunzellen im Notfall ausgeschüttet werden. Diese Aktionen sind Teil der gemeinsamen, sich aber immer weiter aufbauenden Abwehrstrategie, die unser Körper ständig anwendet. Dieser laborgeprüfte Mechanismus bestätigt, dass die Aktivität des Endocannabinoidsystems die Entwicklung von Hautkrankheiten und anderen Krankheiten verhindern oder anderweitig erleichtern könnte.

Einer der eindeutigsten wissenschaftlichen Beweise für die Wirkung von CBD auf die Hautentzündung ist, dass Cannabidiol sebostatische und entzündungshemmende Wirkungen auf menschliche Sebozyten ausübt. Die Forschung beweist, dass CBD eine starke Anti-Akne-Wirkung entfaltet, indem es die abnormale Lipidproduktion unter der Haut verlangsamt, die Zellproliferation unterdrückt und verhindert, und dass die „Pro-Akne“-Agenten den Zytokinspiegel erhöhen und so Entzündungen verursachen.

 

WIE KANN DIE HAUT VON CBD-EXTRAKT PROFITIEREN?

Cannabinoide haben gezeigt, dass sie sowohl als immunsuppressive als auch entzündungshemmende Mittel bei Hautkrankheiten wirken, ebenso wie bei anderen immunvermittelten Krankheiten wie Multiple Sklerose, Diabetes, rheumatoide Arthritis und allergischem Asthma.

Sowohl CBD als auch THC dämpfen die Immunantwort des Körpers, die bei Erkrankungen im Zusammenhang mit einem überaktiven Immunsystem erwünscht ist. Da es in den Zellen der gesamten Haut Cannabinoidrezeptoren gibt, ist es möglich, einen dermatologischen Zustand sowohl mit systemischen als auch mit topischen Mitteln zu behandeln.

Wir dürfen daran erinnern, dass das tatsächliche therapeutische Potenzial von Cannabinoiden noch viele unerkanntes Potential hat, und niemand ist heute in der Lage, Laborergebnisse und Erfahrungen der Patienten in eine standardisierte klinische Praxis umzusetzen.

 

WIE LANGE DAUERT ES BIS CBD-ÖL BEI SCHUPPENFLECHTE WIRKT?

Zurzeit gibt es leider nur recht ungenaue Angaben darüber, wie lange CBD-Öl braucht, um bei Psoriasis zu wirken. Manche Menschen fühlen die Effekte sofort, wohingegen andere für Wochen kaum eine Änderung feststellen. Unser Rat ist, das Öl oder die Creme mindestens für ein paar Monate jeden Tag zu nehmen oder mehrmals täglich auf die Haut aufzutragen.

 

CBD-CREME VS. CBD-ÖL BEI EINER PSORIASIS

Beide Produkte können Schuppenflechte behandeln, jedoch über unterschiedliche Herangehensweisen.

Die Verwendung von CBD-Creme für die Psoriasis hat die Vorteile, entzündungshemmend, beruhigend und feuchtigkeitsspendend zu sein, sowie neue Hautzellen zu generieren und bestehende zu regulieren. Die interne Einnahme von CBD ist jedoch effektiver.

Die Verwendung von CBD-Öl interagiert direkt mit dem Endocannabinoid-System, den CB-Rezeptoren in Ihrem Körper. So wird die Behandlung weniger auf den genauen Bereich ausgerichtet sein. Die Wirkung wird sich im Laufe der Zeit aufbauen und natürlich von der Dosis und auch von Ihnen als Individuum abhängen.

Sinnvoll wäre das Problem von beiden Seiten anzugehen, damit hätten Sie jedenfalls die höchsten Chancen, bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

STUDIEN BESTÄTIGTEN DIE EFFEKTE BEI SCHUPPENFLECHTE

Studien bestätigen, dass CBD gegen Schuppenflechte hilft. Am besten wirken Öl und Salben. Die aufschlussreichsten Studien aus dem Jahr 2010 zeigen, dass die Substanz auf den CB2-Rezeptor des Endocannabinoid-Systems wirkt. Dieses System ist Teil des Nervensystems. Es ist vorwiegend in den Zellen des Immunsystems sowie in Zellen, die am Knochenbau beteiligt sind, vorhanden. Der CB2-Rezeptor hat also großen Einfluss auf das Immunsystem. Mit der Einnahme von Cannabidiol können entzündliche Autoimmunerkrankungen wie Schuppenflechte gelindert werden.

Eine Studie aus dem Jahr 2014 liefert weitere Belege dafür, dass die Substanz bei Psoriasis wirkt. Die Wissenschaftler fanden heraus, das Cannabidiol vor allem das Wachstum der Zellen stoppt und Anreger des Zytokinspiegels aufhält, die für die Hautentzündungen verantwortlich sind. Untersuchungen an der Universität Colorado zeigen sogar, dass bei vielen Patienten, die zwei bis drei Wochen lang zweimal täglich eine Salbe mit der Substanz gegen Schuppenflechte auftragen, der Juckreiz verschwindet.

Schon im Jahr 2007 fand eine Studie heraus, dass die Cannabinoide Delta-9-Tetrahydrocannabinol, Cannabidiol, Cannabinol und Cannabigerol das Wachstum von Zellen namens Keratinozyten in der äußeren Hautschicht zu verlangsamen scheinen. Die Forscher waren sich einig, dass diese Substanzen eine Rolle bei der Behandlung der Psoriasis spielen könnten. Eine Überprüfung im Jahr 2016 unterstützte die Idee, dass Cannabinoide eine nützliche Behandlung der Psoriasis sein können.

Nutzer, die bereits Erfahrungen mit CBD-Salben oder Öl bei Schuppenflechte gemacht haben, geben an, dass Nebenwirkungen ausgeblieben sind. Was die Dosierung angeht, so sind sie absolut sicher in puncto Einnahme. Denn bei Cannabidiol bleiben toxische Nebeneffekte aus. Allerdings können Wechselwirkungen auftreten. Falls Sie regelmäßig andere Medikamente einnehmen – egal ob es natürliche oder chemische Arzneimittel sind – sollten Sie mit Ihrem Arzt Rücksprache halten. Denn die Einnahme kann die Wirkung anderer Medikamente verstärken.

 

Kann CBD Psoriasis heilen?

Die bekanntesten Eigenschaften von CBD-Cannabinoid sind seine entzündungshemmende Wirkung und seine Unterstützung des Immunsystems. Das bedeutet, dass in unserer Haut Endocannabinoid-Rezeptoren zu finden sind, die CBD außergewöhnliche Möglichkeiten für therapeutische Effekte bei Hautproblemen bieten.

Welche Art von CBD-Öl ist gut gegen Psoriasis?

Im Allgemeinen ist CBD-Öl ein natürliches entzündungshemmendes Mittel, das den Psoriasis-Patienten offensichtliche Vorteile bringt. Es enthält auch Omega-3- und -6-Fettsäuren, die gut geeignet sind, die Haut weich zu machen und zu pflegen.

Kann Hanföl bei Psoriasis helfen?

Ja, Hanfsamen - Öl könnte bei Psoriasis helfen. Laut mehreren Studien ist dies vor allem darauf zurückzuführen, dass das Öl fast ausschließlich aus essenziellen Fettsäuren besteht – mehr als 75 Prozent Omega-3 und Omega-6. Omega-3 hat zudem bekanntlich krebsbekämpfende und entzündungshemmende Eigenschaften.

Welche Lebensmittel lösen Psoriasis aus?

Zu vermeidende Lebensmittel bei Psoriasis:

  • Rotes Fleisch und Milchprodukte
  • Arachidonsäure
  • Gluten
  • Verarbeitete Lebensmittel
  • Nachtschattengewächse 
  • Alkohol
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